Datenrettung bei externer Festplatte nach Sturz

Ihr habt Probleme mit anderen Marken? Oder mit Sachen, die nicht euren Löwen betreffen? Dann ist das genau die richtige Schublade für euch.
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mj5582
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Datenrettung bei externer Festplatte nach Sturz

Beitrag von mj5582 » So 22.02.09 11:55

Hey,

Meine externe Festplatte (Trekstor 160GB) ist mir aus einem Meter Höhe auf einen Fliesenboden gefallen. Sie war also beim Fall nicht in Betrieb.

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Inanspruchnahme der Garantie entfällt logischerweise, weil von außen erkennbare Schäden sind und die Benutzung eben unsachgemäß ist, wenn mir das Ding hinfällt. Ist halt blöd gelaufen, aber da muss ich nun durch. Ich habe auch nicht vor, die Versicherung irgendwie zu bescheißen, mir geht es nur darum, ob ich die Daten auf der Platte vergessen kann.

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Wenn ich sie am PC anschließe, sagt mir XP, dass ein USB-Gerät nicht korrekt funktioniert und man hört an der Festplatte, dass sie wie blöde versucht zu lesen. Wenn ich sie in die Hand nehme und schüttel, merke ich auch, dass irgendwelche Kleinteile im Inneren hin und herrascheln.

Wahrscheinlich kann ich die Daten vergessen. So wichtig sind sie nicht. Ich denke, ich werde an 80% herankommen. Der Restverlust ist halt persönliches Einzelschicksal. ;-) Aber trotzdem, hat jemand so etwas schon einmal reparieren lassen? Oder lohnt das nicht?

Irgendwelche Empfehlungen für einen neue bis max. 100€?

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Viele Grüße

-Marco-
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Maverick78
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Re: Datenrettung bei externer Festplatte nach Sturz

Beitrag von Maverick78 » So 22.02.09 12:35

Eine Datenrettung ist möglich, aber aufwendig. In deinem Fall klingt das nach Kopfschaden.
Am einfachsten ist es dabei eine identische Platte zu besorgen und in einem Staub und Statikfreien bereicht umzubauen. Hab das mehrfach schon gemacht und ist einfach. Es gibt auch Firmen die sowas machen, aber das kostet.

Bei einer neuen externen Platte bekommst du so ca 750-1000GB für 99EUR. Einfach mal die Angebote von Aldi - Z... durchforsten. Qualitativ gibt es da kaum unterschiede.

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mj5582
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Re: Datenrettung bei externer Festplatte nach Sturz

Beitrag von mj5582 » So 22.02.09 12:41

750-1000GB? Wow, Ach Gott, so viel brauch' ich gar nicht. Ich dachte gerade mal an 500GB, wenn überhaupt. Naja gut, also rätst Du mir eher davon ab, so eine Reparatur zu machen, weil es zu kostenintensiv sein wird, zumal ich Laie bin und ich die Reparatur eh machen lassen müßte zuzüglich einer neuen Platte eben?
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Maverick78
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Re: Datenrettung bei externer Festplatte nach Sturz

Beitrag von Maverick78 » So 22.02.09 13:00

Ja, wenn du wirklich keine wichtigen Daten drauf hast, lohnt es sich nicht. Eine professionelle Datenrettung einer Platte in diesem Umfang kostet bestimmt gut 1000EUR. Wenn du jemand im Bekanntenkreis hast der sich mit Linux auskennt, der kann vielleicht noch einen Teil der Daten retten ohne viel Aufwand.

Noch ein Tip: Ein USB Datenträger ist keine gute Idee für eine Datensicherung! Nur so aus Erfahrung ;)

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Re: Datenrettung bei externer Festplatte nach Sturz

Beitrag von Timon » So 22.02.09 13:13

Moin,

was klappert? Ist es die Festplatte? Oder nur das Gehäuse? In dem Trekstor-Gehäuse ist eine 2,5-Zoll Festplatte drin, wie sie auch in Notebooks verbaut werden. Die sind recht robust und verzeihen auch mal einen Sturz. Vor allem im ausgeschalteten Zustand.

Wenn die Festplatte tot ist, wie vermutet, dann kommst du auch an 80% der Daten alleine nicht mehr ran :D

Ich würde wieder so eine Festplatte kaufen. Sie ging ja nicht von alleine kaputt, du hast nachgeholfen ;)
Ich habe auch eine 160GB-Platte. Das ist ok. Ich glaube, bis zu 320 GB kann man gehen, ohne das man ein Netzteil braucht. Die angesprochenen 750/1000 GB-Platten dürften 3,5-Zoll-Platten sein, welche ein Netzteil brauchen und wo das Gehäuse entsprechend groß ist.

Kommt immer drauf an, was du damit machen willst. Trekstor hat auch 1,8-Zoll-Festplatten. Die finde ich richtig transportable. Leider noch etwas teuer.
Wenn du jemand im Bekanntenkreis hast der sich mit Linux auskennt, der kann vielleicht noch einen Teil der Daten retten ohne viel Aufwand.
Linux ist auch nicht "Mädchen für alles". Einen, wie von dir diagnostizierter, Kopfschaden kann kein Betriebssystem der Welt reparieren :)
Noch ein Tip: Ein USB Datenträger ist keine gute Idee für eine Datensicherung! Nur so aus Erfahrung


Warum? Gut, der Controller kann ausfallen, aber die Standardfestplatte ist immer noch intakt.

Gruß
Frank
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Re: Datenrettung bei externer Festplatte nach Sturz

Beitrag von Maverick78 » So 22.02.09 13:23

Timon hat geschrieben: Ich habe auch eine 160GB-Platte. Das ist ok. Ich glaube, bis zu 320 GB kann man gehen, ohne das man ein Netzteil braucht.
Was hat eine Größe (GB) der Festplatte mit dem Stromverbrauch zu tun? 2,5" brauchen weniger Strom als 3,5" das ist teilweise richtig. Aber ob eine "alte" 2,5" Platte mit 160GB weniger Strom braucht als eine aktuelle 3,5" Platte mit 500GB ... das bezweifle ich.
2,5" Festplatten sind nicht so ausfallsicher wie 3,5" Platten. Oder was denkst du warum Server immer noch mit 3,5" Platten laufen. Von der Lebensdauer her sind 3,5" Platten deutlich besser. Diese liegen teilweise bei über 1.000.000 Stunden (MTBF), 2,5" Platten liegen da eher bei 250000-300000h
Timon hat geschrieben: Linux ist auch nicht "Mädchen für alles". Einen, wie von dir diagnostizierter, Kopfschaden kann kein Betriebssystem der Welt reparieren :)
Wer lesen kann ist klar im Vorteil ... Ich schrieb "einen Teil der Daten retten" und nicht reparieren!

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Re: Datenrettung bei externer Festplatte nach Sturz

Beitrag von Timon » So 22.02.09 13:31

Maverick78 hat geschrieben:Was hat eine Größe (GB) der Festplatte mit dem Stromverbrauch zu tun? 2,5" brauchen weniger Strom als 3,5" das ist teilweise richtig. Aber ob eine "alte" 2,5" Platte mit 160GB weniger Strom braucht als eine aktuelle 3,5" Platte mit 500GB ... das bezweifle ich.
2,5" Festplatten sind nicht so ausfallsicher wie 3,5" Platten. Oder was denkst du warum Server immer noch mit 3,5" Platten laufen. Von der Lebensdauer her sind 3,5" Platten deutlich besser. Diese liegen teilweise bei über 1.000.000 Stunden (MTBF), 2,5" Platten liegen da eher bei 250000-300000h
Der TE hat eine Trekstor-Festplatte gekauft, also kann man davon ausgehen, dass er sich sowas nicht selber zusammenbaut. Davon abgesehen ist mir noch kein 3,5-Zoll-Gehäuse untergekommen, dass keine externe Stromversorgung hat.
Bezüglich der Größe muss ich mich korrigieren, Trekstor ist inzwischen bei 500GB angelangt.
Serverfestplatten kann man nicht mit Desktopfestplatten vergleichen. Die spielen in einer ganz anderen Liga.
Ich hatte schon Desktopfestplatten, die gingen weitaus eher kaputt als Notebookfestplatten. Deine Zahlen sind ja ganz richtig, aber eben nur statistischer Natur.
Maverick78 hat geschrieben:Wer lesen kann ist klar im Vorteil ... Ich schrieb "einen Teil der Daten retten" und nicht reparieren!
Ich bin ja lernfähig. Erkläre mir mal, wie man mit Hilfe eines gängigen Betriebssystems einen Hardwareschaden einer Festplatte "überbrücken" kann.

Gruß
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Re: Datenrettung bei externer Festplatte nach Sturz

Beitrag von Maverick78 » So 22.02.09 13:38

Im Linux z.b. mit dd_rescue. Das Tool liest alle intakten Sektoren und überspringt defekte. Das bedeutet das man z.b. bei einem Saden der Kopfmechanik, einen Teil der Daten lesen kann. Zumindest soweit wie die Kopfmechanik und Elektronik noch mitspielt.
Ich mache das beruflich und habe so ca 1-2x im Monat eine Datenrettung und das ist der effektivste Weg bisher. Es kommt aber immer auf die Art des Schadens an. Ich hatte zumindest noch keine Festplatte die man nicht teilweise wieder auslesen konnte. Die vom Blitzschaden zähl ich jetzt mal nicht dazu.

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Re: Datenrettung bei externer Festplatte nach Sturz

Beitrag von Timon » So 22.02.09 13:42

Maverick78 hat geschrieben:Im Linux z.b. mit dd_rescue. Das Tool liest alle intakten Sektoren und überspringt defekte. Das bedeutet das man z.b. bei einem Saden der Kopfmechanik, einen Teil der Daten lesen kann. Zumindest soweit wie die Kopfmechanik und Elektronik noch mitspielt.
Ich mache das beruflich und habe so ca 1-2x im Monat eine Datenrettung und das ist der effektivste Weg bisher. Es kommt aber immer auf die Art des Schadens an. Ich hatte zumindest noch keine Festplatte die man nicht teilweise wieder auslesen konnte. Die vom Blitzschaden zähl ich jetzt mal nicht dazu.
Ok, dann hatten wir andere Voraussetzungen. Ein Kopfschaden war für mich gleich "tot" und nicht so ein "ich versuchs nochmal" :D
In dem Falle hat du natürlich recht.

Womit jetzt immer noch zu klären wäre, ob wirklich die Festplatte klappert oder nur das Gehäuse...

Gruß
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Re: Datenrettung bei externer Festplatte nach Sturz

Beitrag von Maverick78 » So 22.02.09 13:43

Hehe, diese Frage lässt sich per Ferndiagnose leider nicht beantworten :D

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