DHL...
Verfasst: Do 17.09.15 18:10
Nach nunmehr neun erfolglosen Telefonaten mit der DHL-Hotline habe ich mich entschlossen, meinen Leidensweg hier zu veröffentlichen. Spasseshalber habe ich das auch auf reclabox.com eingetragen. Ich wollte Euch das nicht vorenthalten, für euch ist es lustig, für mich ein Drama...
Am 08.09.2015 habe ich der DHL ein Paket anvertraut. Nichts ungewöhnliches... Sollte man meinen. Aber scheinbar ist der gelbe Riese mit so etwas völlig überfordert.
Am 09.09. habe ich spät abends in die Sendungsverfolgung geschaut. Ups... da steht was von Sperrgut. O.k., da läuft was schief, mal nachhaken. Dass dies der Auftakt zu einer hanebüchenen und wirklich schlechten Komödie werden sollte, ahnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Am nächsten Morgen rief ich das erste Mal bei der Hotline an. Die Mitarbeiterin war freundlich, aber extrem inkompetent. Darüber hinaus der deutschen Sprache kaum ansatzweise mächtig. Ich musste die Paketnummer dreimal wiederholen und jedesmal verstand sie eine oder mehrere der Nummern nicht. Endlich hatte sie es geschaftt, die Nummer war korrekt ins System eingegeben. Ich frage mich in diesem Zusammenhang: WIESO MUSS ICH DIE PAKETNUMMER BUCHSTABIEREN? Schliesslich wird die vom Computer bereits abgefragt... Ergebnis dieses ersten Telefonates: Man würde sich darum kümmern.
Misstrauisch geworden, rief ich am selben Tag ein paar Stunden später nochmal an. Disemal hatte ich das Glück, eine freundliche Dame am Ohr zu haben, für die Deutsch kein Problem darstellte. Ich schilderte Ihr nochmal den Hergang und fragte, wieso das Paket als Sperrgut eingetragen wäre. Die Sendung hat genau 120cm, also ein normales Paket - auch hier wurde mir versichert, man würde sich kümmern.
Soweit - so gut. Dachte ich. Leider bewegte sich in den beiden folgenden Tagen in der Sendungsverfolgung nichts. Also ein erneuter Anruf: Leider könne man mir nichts sagen, aber es werde eine Nachforschung eingeleitet.
Mittlerweile habe ich das neunte Mal angerufen, beim vierten Mal wurde mir angekündigt, dass das Paket sehr wahrscheinlich verloren wurde und man würde mir eine E-Mail mit dem Beschwerdeformular zusenden. Ich solle das ausfüllen und per Post zurück senden. Auf meine Frage, wieso ich per Mail ein Formular bekäme und es per Post zurücksenden solle, erhielt ich die Antwort - anders geht das nicht. Per E-Mail zurückschicken sei nicht möglich. Die E-Mail kam nicht.
Erneuter Anruf am nächsten Tag - wo ist die E-Mail, was ist mit dem Paket. Paket nicht aufgefunden, E-Mail soll unterwegs sein.
Am nächsten Tag - kein Mail. Erneuter Anruf. Oh - es scheint ein Fehler in der E-Mailanschrift zu sein (Woher weiss die Dame das? Kristallkugel??) Ich hatte zuvor keine Anschrift angegeben in diesem Telefonat. Also Adresse nochmals angegeben, Buchstabe für Buchstabe, jeder Buchstabe wurde von der Dame wiederholt und am Ende nochmal abgeglichen. Alles klar, geht los.
Von wegen, am nächsten Tag wieder kein Mail. Wieder die Hotline-Nummer (mittlerweile schon beinahe auswendig) eingetippt. Ah - da liegt wohl ein Fehler in der Mailadresse vor. (Haben die an allen Arbeitsplätzen Kristallkugeln??) Also wieder die E-Mail-Adresse durchgegeben. Wieder bestätigt, wieder zum Schluss nochmals abgeglichen. Jetzt aber... Und das Paket? Dazu kann ich Ihnen nichts sagen, die Nachforschung läuft. Aha...
Heute wieder kein Mail. Tapfer bleiben. Adrenalin unterdrücken. Erneuter Anruf. Dieser Anruf sind zwei Anrufe, denn beim ersten Versuch war schlagartig die Leitung tot. Der Mitarbeiter wollte mir eine Rufnummer in der Zustellung(?) diktieren, ich müsste dort anrufen. Griff zum Schreibblock - kann losgehen. Hallo? Hallo? Leitung tot.
Also neuer Versuch, diesmal 33 Minuten Warteschleife... Ich wage es nicht zu sagen - es war wieder ein Fehler in der Mailanschrift. Diesmal ein Buchstabe zu viel. Telefonnummer? Zustellung? Wie bitte? Neee... Sowas gibt es nicht, da hat der Kollege wahrscheinlich was verwechselt. Also Mailanschrift erneut diktiert. Wieder Buchstabe für Buchstabe. Alles passt. Zur Sicherheit wiederholt die Dame die Anschrift. Aaaaaaaaaaaaaaargh... am Ende gehört noch das "H" hin, habe ich doch zweimal diktiert. Oh, entschuldigung. Jetzt passt es. Viermal buchstabiert, viermal mitgeschrieben, viermal wiederholt. Am Ende wieder falsch. Ich fasse es nicht!
Dies ist der aktuelle Stand. Paket immer noch verschwunden und DHL ist nicht in der Lage, eine einfach E-Mail-Anschrift korrekt einzutippen. Würde mir das jemand erzählen, ich würde es nicht glauben. Ich bin gespannt, ob ich morgen die Mail erhalte und wie diese Farce weitergehen wird.
Mittlerweile habe ich überschlägig ca. vier bis fünf Stunden Warteschleife hinter mir, ich brauche jetzt keine anderen Hobbies mehr. Dazu fehlt einfach die Zeit. Wartezeiten zwischen 30 und 40 Minuten sind scheinbar nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Wenn es schnell get, bracht man nur 15 bis 20 Minuten. Einmal ist ein Fehler passiert - da hatte ich schon nach viereinhalb Minuten Anschluss. Dafür wurde dann die Leitung abgeschaltet.
Ich werde weiter berichten:-)
Am 08.09.2015 habe ich der DHL ein Paket anvertraut. Nichts ungewöhnliches... Sollte man meinen. Aber scheinbar ist der gelbe Riese mit so etwas völlig überfordert.
Am 09.09. habe ich spät abends in die Sendungsverfolgung geschaut. Ups... da steht was von Sperrgut. O.k., da läuft was schief, mal nachhaken. Dass dies der Auftakt zu einer hanebüchenen und wirklich schlechten Komödie werden sollte, ahnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Am nächsten Morgen rief ich das erste Mal bei der Hotline an. Die Mitarbeiterin war freundlich, aber extrem inkompetent. Darüber hinaus der deutschen Sprache kaum ansatzweise mächtig. Ich musste die Paketnummer dreimal wiederholen und jedesmal verstand sie eine oder mehrere der Nummern nicht. Endlich hatte sie es geschaftt, die Nummer war korrekt ins System eingegeben. Ich frage mich in diesem Zusammenhang: WIESO MUSS ICH DIE PAKETNUMMER BUCHSTABIEREN? Schliesslich wird die vom Computer bereits abgefragt... Ergebnis dieses ersten Telefonates: Man würde sich darum kümmern.
Misstrauisch geworden, rief ich am selben Tag ein paar Stunden später nochmal an. Disemal hatte ich das Glück, eine freundliche Dame am Ohr zu haben, für die Deutsch kein Problem darstellte. Ich schilderte Ihr nochmal den Hergang und fragte, wieso das Paket als Sperrgut eingetragen wäre. Die Sendung hat genau 120cm, also ein normales Paket - auch hier wurde mir versichert, man würde sich kümmern.
Soweit - so gut. Dachte ich. Leider bewegte sich in den beiden folgenden Tagen in der Sendungsverfolgung nichts. Also ein erneuter Anruf: Leider könne man mir nichts sagen, aber es werde eine Nachforschung eingeleitet.
Mittlerweile habe ich das neunte Mal angerufen, beim vierten Mal wurde mir angekündigt, dass das Paket sehr wahrscheinlich verloren wurde und man würde mir eine E-Mail mit dem Beschwerdeformular zusenden. Ich solle das ausfüllen und per Post zurück senden. Auf meine Frage, wieso ich per Mail ein Formular bekäme und es per Post zurücksenden solle, erhielt ich die Antwort - anders geht das nicht. Per E-Mail zurückschicken sei nicht möglich. Die E-Mail kam nicht.
Erneuter Anruf am nächsten Tag - wo ist die E-Mail, was ist mit dem Paket. Paket nicht aufgefunden, E-Mail soll unterwegs sein.
Am nächsten Tag - kein Mail. Erneuter Anruf. Oh - es scheint ein Fehler in der E-Mailanschrift zu sein (Woher weiss die Dame das? Kristallkugel??) Ich hatte zuvor keine Anschrift angegeben in diesem Telefonat. Also Adresse nochmals angegeben, Buchstabe für Buchstabe, jeder Buchstabe wurde von der Dame wiederholt und am Ende nochmal abgeglichen. Alles klar, geht los.
Von wegen, am nächsten Tag wieder kein Mail. Wieder die Hotline-Nummer (mittlerweile schon beinahe auswendig) eingetippt. Ah - da liegt wohl ein Fehler in der Mailadresse vor. (Haben die an allen Arbeitsplätzen Kristallkugeln??) Also wieder die E-Mail-Adresse durchgegeben. Wieder bestätigt, wieder zum Schluss nochmals abgeglichen. Jetzt aber... Und das Paket? Dazu kann ich Ihnen nichts sagen, die Nachforschung läuft. Aha...
Heute wieder kein Mail. Tapfer bleiben. Adrenalin unterdrücken. Erneuter Anruf. Dieser Anruf sind zwei Anrufe, denn beim ersten Versuch war schlagartig die Leitung tot. Der Mitarbeiter wollte mir eine Rufnummer in der Zustellung(?) diktieren, ich müsste dort anrufen. Griff zum Schreibblock - kann losgehen. Hallo? Hallo? Leitung tot.
Also neuer Versuch, diesmal 33 Minuten Warteschleife... Ich wage es nicht zu sagen - es war wieder ein Fehler in der Mailanschrift. Diesmal ein Buchstabe zu viel. Telefonnummer? Zustellung? Wie bitte? Neee... Sowas gibt es nicht, da hat der Kollege wahrscheinlich was verwechselt. Also Mailanschrift erneut diktiert. Wieder Buchstabe für Buchstabe. Alles passt. Zur Sicherheit wiederholt die Dame die Anschrift. Aaaaaaaaaaaaaaargh... am Ende gehört noch das "H" hin, habe ich doch zweimal diktiert. Oh, entschuldigung. Jetzt passt es. Viermal buchstabiert, viermal mitgeschrieben, viermal wiederholt. Am Ende wieder falsch. Ich fasse es nicht!
Dies ist der aktuelle Stand. Paket immer noch verschwunden und DHL ist nicht in der Lage, eine einfach E-Mail-Anschrift korrekt einzutippen. Würde mir das jemand erzählen, ich würde es nicht glauben. Ich bin gespannt, ob ich morgen die Mail erhalte und wie diese Farce weitergehen wird.
Mittlerweile habe ich überschlägig ca. vier bis fünf Stunden Warteschleife hinter mir, ich brauche jetzt keine anderen Hobbies mehr. Dazu fehlt einfach die Zeit. Wartezeiten zwischen 30 und 40 Minuten sind scheinbar nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Wenn es schnell get, bracht man nur 15 bis 20 Minuten. Einmal ist ein Fehler passiert - da hatte ich schon nach viereinhalb Minuten Anschluss. Dafür wurde dann die Leitung abgeschaltet.
Ich werde weiter berichten:-)