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von obelix » Fr 06.12.13 10:05
au wow...
wie da die wogen hochgehen...
das war nu gar nicht meine absicht, als ich das geschrieben hab!
ganz klar sehen muss man, dass moderne autos auch sicherer sind als alte. wär ja schlimm, wenn das ned so wäre.
irgendwo hat das alles auch seine berechtigung. ich hätte mit den heute standardmässigen sicherheitsfeatures sicher auch einiges verhindern können bzw. die eine oder andere blessur weniger. aber einen autokauf jetzt von solchen dingen abgängig zu machen würde mir nicht in den sinn kommen. für mich muss das auto zu meinen bedürfnissen und (vor allem) meinen möglichkeiten passen.
die ganz schweren unfälle, die gerne in der zeitung oder im tv gezeigt werden, wüwrde man aber sichr auch in nem nagelneuen auto nur bedingt überleben. wenn ein auto mal auseinandergerissen wird, sieht mit der schutzwirkung von airbags doch schon schlechter aus:-)
wie sub geschrieben hat, die meisten unfälle passieren im urbanen bereich. und da isses beinahe egal, ob man 4, 6 8 oder gar keine luftballons im auto hat. wir hatten unfälle mit dem 205er, da hättest gedacht, der ist ned ohne schaden rausgekommen, da waren z.b. ein überschlag bei tempo 130 dabei, bei denen der sitz aufs dem bodenblech gerissen wurde. der unverschämte kerl ist doch glatt aus dem auto gekrabbelt und hatte nur ein paar schrammen.
klar - glück gehabt, hätte auch ganz anders ausgehen können, und im sinne von dem grundsatz, dass das leben das höchste gut ist, das man besitzt, ist es auch sinnvoll, das maximal mögliche zur erhaltung zu tun. man sollte aber trotz allem eine grenze ziehen zwischen sinnvoll und vernünftig und hysterie und panik.
ich hab auch noch keine statstik gesehen, in der aufgelistet wird, inwieweit unfälle mit todesfolge durch die sicherheitstechnik anders ausgegangen wäre. ganz einfach weil es so ne statistik ned gibt. es wird immer nur die totalzahl gezeigt und mit der vergangenheit verglichen. genaue ursachenforschung mit belastbaren ergebnissen existieren nicht. deshalb schätz ich mal, die zahl der dadurch tatsächlich verhinderten (oder begrenzten) schäden, ist ned so hoch, wie uns die industrie glauben machen will. wie sonst wäre erklärlich, dass die meisten von uns und unseren vorfahren am leben sind, trotzdem sie im goggomobil über die alpen sind und den täglichen strassenkampf der letzten 100 jahre ohne sicherheitsurte und airbags trotzdem überlebt haben.
ich behaupte auch, dass die leute viel risikofreudiger sind, wenn sie in so ner modernen burg unterwegs sind, man verlässt sich auf die hineinkonstruierten helferlein. ich erinner mich noch gut, wie damals der allradantrieb aufkam. einige meiner bekannten arbeiteten bei einem schlepper vom grossen gelben geier als pannenfahrer und abschlepper. die zahl der im graben liegenden audis hat sich innerhalb weniger monate vervielfacht - ich hab ja allrad, da passiert nix...
das selbe war zuvor bei der breiten einführung der abs-systeme. die leute haben gas gegeben, als gäbs kein morgen. und am besten noch den aufleber hinten drauf - ich bremse mit abs - abstand halten! die frontschäden durch auffahrunfälle stiegen drastisch an:-)
bitte ned falsch verstehen, ich sage ned, dass das alles unsinn ist. ich versuche nur, mir ein realistisches bild zu behalten.
bei aller sicheheitstechnik sollte man eben den kopf auch bei der sache behalten, das ist immer noch das beste sicherheitsfeature. facebook und co haben hinterm steuer nix verloren, frisur richten und lidschatten nachziehen während der fahrt auch ned. schumi-attitüden im strassenverkehr schon gleich 2mal ned. drogen jedweder art genausowenig.
gruss
obelix